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Der SchuhklappschrankDer Empfang bei unserer Tochter hat uns diesmal etwas irritiert. An der Haustür wurden wir von unserer 4jährigen Enkeltochter mit den Worten empfangen, ich kann Euch nicht einlassen, ich habe keinen Platz mehr in meinem Schuhklappschrank.Da wir 35 km gefahren waren, wollten wir uns nicht so ohne weiteres von einer Vierjährigen abweisen lassen und drängten zur Haustür hinein. Die Enkeltochter stand wie ein strenger Hüter des Gesetzes vor einem neuangeschafften Schuhschrank und verteidigte ihre Po- Sition mit einem langen Redeschwall. Angeschafft hatten die Eltern den Schrank, damit die Schuhe nicht immer im Flur herumstanden. Dieser Schrank hat zwei Etagen, in denen je zwei Paar Schuhe Platz haben. Die Oberaufsicht für dieses «Kleinmöbel» hat die vierjährige Tochter. Begeistert nimmt sie das «Amt» an, Einräumen und Kontrollieren sind Ihre Aufgaben. Gewissenhaft übt sie diese Position aus, vor allen Dingendürfen nur saubere Schuhe in den Schuhklappschrank.Sie herrscht uber den Schuhschrank, sie hat Macht. Wenn kein Platz mehr im Schrank ist, kann kein Besuch mehr hereingelassen werden. Selbst wenn es die Großeltern sind, die doch immer etwas mitbringen und im Großen und Ganzen gern von ihr gesehen werden. Ordnung muß sein, ich bestimme und ich bin wichtig. So mache ich das! | |