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Die süssen ZwetschenEin sonniger Oktobernachmittag veranlasste mich, mit meiner 1 1/4 Jähriger Enkeltochter einen Spaziergang im Sportwagen in die nährer Umgebung von Neudientendorf zu unternehmen. Das Kind hatte nach dem Mittagessen ausgiebig geschlafen, und war guter Dinge. So fuhren wir gemächlich am Dorfrand entlang. Rechts und links hingen an Zwetschenbäumen überreife Früchte. Unter den Bäumen lagen ebenfalls seher reife Zwetschen im Gras. Sie veranlassten mich, einige aufzulesen, den Stein zu entfernen und sie zu essen. Sie waren zuckersüß. Die Enkeltochter streckte mit ihr Händchen entgegen und sagte eines ihrer ersten Worte «Haben!» Ich kam ihrem Wunsch nach, säuberte eine herabgefallene Zwetsche, entfernte den Stein und gab ihr die Frucht. Denn, was sollte an dieser Zwetsche nicht in Ordnung sein, mir hatte sie ja auch sehr gut geschmeckt! Bei der einen Zwetsche blieb es nicht, das fordernde «Haben!» und die ausgespreckte Hand ließen keinen Zweifel aufkommen, dem Kind schmeckte es offentsichtlich. Ihre Aufforderung unterstrich sie mit einem freundlichen Kopfnicken. Beide aßen wir uns an den überreifen Rüchten satt. - Ein eigenartiger alkoholähnlicher Geschmack ließ mich etwas nachdenklich werden. Sind die Zwetschen etwa schon in eine alkoholische Gährung übergegangen? Eine leichte Fröhlichkeit konnte ich auch bei mir feststellen. Die Enkeltochter lachte und sagte immer wieder «Haben» und zeigte auf die Zwetschen. Ich blieb standhaft und sagte streng zu ihr: «Wir fahren jetzt nach Hause!»Die Eltern waren noch nicht von der Schule zurück. Ich nahm die Enkelin aus dem Wagen und stellte sie ins Laufgitter. Augenblicklich fiel sie um, weinte aber nicht, sondern lachte mich an. Ein zweites Mal nahm ich sie auf den Arm und stellte sie wieder in das Laufgitter. Wieder hatte sie keinen Halt und fiel gleich auf die Decke. Augenblicklich kam mir der Gedanke, sie wird doch nicht von den vergorenen Zwetschen betrunken sein? Die Eltern mussten bald entreffen, sollten aber auf keinen Fall erfahren, dass ihre Tochter ihren ersten Rausch ausschlief. Deshalb zog ich sie schnell aus. legte sie ins Kinderbett, wo sie augenblicklich einschlief. Ich glaube, ich habe den Eltern viel Kummer erspart, denn ein alkolholisiertes Kind in Folge von Zwetschengenuß hätte sie bestimmt aufgeregt. | |