
Das neue und klauangstbesessene Rad ist mitlerweile „hübsch hässlich“ gelb – wie Pater Brown alias Heinz Rühmann zu sagen pflegte.
Klauen wegen Weiterverkauf ist nun nicht, soweit die Hoffnung. Trotzdem hat sich dem 300,-€-Rade noch ein 69,- € Schloss hinzugesellt. Besser ist das. Naja: und ein Gepäckträger trägt auch noch zur Uncoolness bei. In Buxtehude war auch schon einen ersten Platten, so dass gleich die Demontagefreundlichkeit getestet und ausgelebt werden konnte. Wie kann ein nagelneues Rad schon plattieren? Die Antwort ist leicht gefunden. Die Reifen sind aus Kostengründen nicht unplattbar und Buxtehuder Suffköppe schmeißen ihre Flaschen auf das Trittoir …
Allerortens kommen in letzter Zeit Ideen an die Oberfläche, die das iPhone und andere zeitgemäßen Telefone zu mehr Nützlichkeit verhelfen sollen. Da diese Ego- und Handschmeichler über ein eingebautes Ortungssystem, ein Internetanguckprogramm einschließlich des nötigen Zugangs verfügen, entstehen völlig neue Gebrauchswerte.Ein mutiger Gedanke ist das begehbare Hörbuch. Das hat dann natürlich einen gewissen Lokalkolorit. Mit Smartphones (iPhone, GogglePhone oder Palm) ausgestattete Touristen können jetzt durch unsere schöne Reichshauptstadt laufen und immer wenn sie sich einen Punkte in der Handlung nähern, werden Bilder, Texte, Filme oder eben auch Sounds zugespielt.
Obige ¬kleine Machbarkeitsstudie läuft hoffentlich auf den üblichen Handrechnern und hier im Web nur im Safaribrowser, das ist wegen HTML5. ;-))
Das Hauptproblem bei diesem Projekt ist überraschenderweise nicht das Storyboard, also die Logik der Anwendung, sondern schlicht die Anzeige der Assets in Form von Videos und Audios. Die mobile Technik steckt eben tatsächlich noch in den Kinderschuhen und es ist nirgens dokumentiert, welcher Codec auf welchem Browser auf welchem Betriebsystem läuft.

Hören wir nicht auf die warnenden Worte der Orthopäden und Sportmediziner, sondern fragen uns mit gesundem Menschenverstand (der übrigens auch zu der Katastrophe in der ersten Hälfte des letzten Jahrunderts geführt hat), was nun die Benefits der neuen Fortbewegungsart sind. Sie kurbelt ein klein wenig die Wirtschaft in China an und vermittelt dem Nutzer und hoffentlich auch dem Käufer der Teile ein gefühlt der Erhöht- und Erhabenheit. Und – Pfützen und kleine Bäche lassen sich unbenässt durchschreiten. Vielleicht ist der Läufer mit seinen Siebenmeilenstaksen auch schneller. Das könnte beim Handtaschen- und/oder Bankraub von Vorteil sein. Praktisch ist die Farbgebung. Was heuer noch hipp ist, kann dann 2011 schon negativ konotiert sein. „He Alda, gelbe Staksen – wie schwul ist denn das!“
Hamburg besteht eigentlich nur aus Bildmotiven. Eben noch im Staunen über die neuen Hüpfdinger gefangen, spielt sich im Rücken eine Segelregatta ab. Und was noch schlimmer ist, es gibt immer Männer, deren Ding noch länger ist. Das soll jetzt mal nicht stören. In Berlin wurde gerade die Dönoga geschlossen – auch nicht schlecht.

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