Hannibal Lecter Gaddafi dreht nun wirklich am Rad. Bislang wurden immer die verfeindeten Machthaben gebeten, das eigene Volk zu bombardieren. Der König aller afrikanischen Könige معمر القذافي verkürzt das Verfahren. Er macht es selber. Es ist einfach nur ein Unglück und ein Unfall in der Menschheitsgeschichte, wenn einzelne Menschen zuviel Geld und Macht anhäufen. Er betrachtet die Aufstände als terroristische Aktionen und bittet jetzt die UNO um Hilfe. Schon dieses Ansinnen zeugt von andersartiger Wahrnehmung. Das ist doof. Doof ist überhaupt ein gutes Thema. „Wer das liest ist doof“ – so wurde in alten Zeiten selbstbezüglich gescherzt. Dabei heisst doof nur „nicht dem eigenen Wertesystem entsprechend“. Insofern in das Metapher doof, weil es dumm oder einfältig heißen müsste.Heute war ganz Hamburg an der Elbe, an der Alster und im Stadtpark. Beinahe hätte man Rechtsverkehr unter dem langersehnten blauen Himmel anordnen müssen. Es hatte etwas von Massenbetrieb. Gibt es nicht ein sinnfüllendes TV-Programm?

Zu dem Konterfei da oben in der Ecke: so sehen die Typen aus, die nachts aus dem Goldenen Handschuh oder aus dem Elbschloßkeller rauskommen und dann durch die Wohlwillstraße gen U-Bahnhalte Feldstraße torkeln.

Es ist so schon abzulästern – aber wenn in der Gertigstraße Preissturtz ist . Nichts wie hin!


Manch ein Kleingeist wirft zweifelnd ein: „Wo ist hier der über hohe Berge kreisende Adler – ich sehe hier keinen?“ Stimmt.
Der Vogel sitzt in Teeküchen und Konfiräumen irgendwelcher Hinterhofagenturen und erweitert ¬Shopsysteme um verschiedene Zahlungsarten, Lieferkosten und auch Automatismen, die beide genannte Kosten in Abhängigkeit der Rechnungssumme und anderer Einflussgrößen bestimmen. Das Leben kann durchaus sinnstiftend sein! Solch ein Tag am Altonaer Stehpult hat doch etwas Abenteuerliches an sich. Kaum ist die Rechnung geschrieben kommt zwischendurch noch ein Einsatz als TYPO3-Feuerwehr – das sind Sachen, die aufbauen und das Ego befriedigen. Gutes tun. Die ersten Sonnestrahlen genießen … Rechtsanwältinnen beraten … mehr geht nicht.Aber dennoch: so ein richtiger Arbeitsplatz, an dem man Strukturen mit Nachhaltigkeit schaffen kann, Lösungen, die eine gewisse Wertschätzung hervorbringen – das sind durchaus Argumente für ein sanftes Joch im Göpel.
In der Tagespolitik (TAZ macht gestern mit „Guttenberg war schneller als Gaddafi“ auf) plätschert die Causa Baron nun aus. Nicht nur unschön für unsere Landesmutter, sonern auch für die Familie aus dem Oberfränkischen. Jetzt ist der Name für Jahrzehnte mit einem Geschmäckle versehen. Es gibt nur wenig Adelige, deren Namen es schaffen, ins öffentliche Bewusstsein dringen. Stauffenberg gehört auch dazu – sicherlich in einem wohlmeinenderem Zusammenhang … Dieser Graf hat wenigstens die Ehre Deutschlands gerettet. Ein hochstapelnder Adeliger? Bisher war das den Hingespuckten (Karl May, Harry Domela oder Gert Postel) vorbehalten.
Dieser Kaltblüter, der in auf der Osnabrücker Koppel in er Nähe des Studentenbauernhofes seine Tage verbringt, dem ist es egal, dem plagen andere Gedanken. Ob er bei Facebook ist?

Da der feine Herr mit den noch feineren Manieren nun erst einmal von der politischen Schaubühne verschwunden ist, bekommen andere Geschehnisse eventuell eine neue Wichtung. Auf Grund des libyschen Schlamassels sollte ich vorerst meinen Tagesatz erhöhen, immerhin wird jetzt alles teurer. Grund genug. Wie heißt es so schön im 13. Strategem: „Mit ruhiger Hand das Schaf davonführen“.

Webtechnisch lief heute ein nettes Projekt vom Stapel. Auf der Webs läuft zentral ein Newssystem, das um Kompetenzen, Referenzen, Personal und Abteilungen erweitert wurde. Wird also eine Meldung angezeigt, dann erscheint in der rechten Spalte das zugehörige Projekt, die Mitarbeiter und die Kernkompetenzen derjenigen. Verfolgt der geneigte Internetreingucker (=eigene Marketingabteilung) diese Links, dann kommt er zu einer Vollbeschreibung eines Projektes, dort eben auch wieder zu den Kompetenzen, Abteilungen, Newsmeldungen usw. Es ist so eine wundervolle Klickmaschine – aber eben auch total krass hochwertig. Leider gilt auch in diesem Projekt das christliche Prinzip vom guten Tun und dem Schweigen darüber. Auch ein Schönheitschirurg darf von seinen schönsten Verbesserungen nicht prahlen. Schade aber auch!

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