

Wer kennt nicht diesen Rohrschachpsychotest? Da werden Patienten gefaltete Tintenklecksbilder gezeigt und der Seelenklempner erstellt eine Diagnose.Klar, da glaubt heute niemand mehr dran – ist längst überholt; ist aber so wie beispielseise Astrologie ein guter Gesprächseinstieg. Das Genie Andreas Karmers geht viel weiter.
Er kippt Tinte auf Papier und hat nun relativ wenig Zeit zu Verfügung, sein Kunstwerk zu vollenden. Da kommt Stress auf und gerade das kann zu kreativen Höhenflügen führen. Wäre das nicht eine Idee für Bewerbungsgespräche? Apropos: sind Fragen aus dem Letfaden für Personaler nach den größten Schwächen und der Vision für die Zunkunft in drei Jahren noch zeitgemäß?
Nun aber zum noch gefährlicherem und doch feinen Eppendorf. Dort soll das ganze Bionadebürgertum wohnen und so gibt es dort auch sehr schicke Klamottenläden, die nach Meinung „unserer“ Frau Haiduck (Supergrüne) von Steilshop aus mit der Straßenbahn erreichbar sein sollten. Daraus wird nichts. Aber solche Läden, wo es beispielsweise britische Tweedjacken zu kaufen gibt, sind nun mal dort. Der britischstämmige Verkäufer das Ladens am Klosterstern, dem schönster Kreisverkehr der Hansestadt, erzählt folgende erbauliche Geschichte: Mein Bekannter macht vor Jahren in Deutschland seinen Jagdschein. In der Prüfung kommt die Sprache auf die neuangesiedelten Waschbären und wie das wohl entstanden sei „… die sind vor Jahren aus einer NATO-Garnison ausgebüxt.“. Der Prüfer (mit Seitenhieb auf die Nationalität des Geprüften): „Nein, die sind ausgebrochen, als der Berliner Zoo von den Alliierten im Krieg römisch 2 bombardiert wurde.“ Er nun wieder: „Dann wunder es mich, dass es in Deutschland nicht freilebende Elefanten gibt.“ Auch wenn die Geschichte wahrscheinlich nicht stimmt, ist sie doch gut erzählt.
Mittlerweile schiebt sich eine neue Berufsgruppe in dieses unvorteilhafte Licht. Reden wir von den Telefon- und besonders den Flatrateverkäufern. Gerade heute kam es im O2-Laden auf der Ecke Pölchaukamp/Mühlenkamp zu einem unliebsamen Zwischenfall. Dazu eine kleine Vorgeschichte: das MacBookPro hat ein wenig ausgedient und weil gestern so schönes Kaisermanöverwetter war, habe ich mir die Seele mit einem MacBookAir gestreichelt. Für die Freunde der Bürospielkonsolen –das ist diese superflache Flunder, die echt etwas von sich her macht und durch Wegfall der Festplatte besonders leise ist. Da ja nun „immer erwas ist“, fehlt dort der ExpressCard-Slot für die UMTS-Karte. So muss also ein Internetzäpfchen her. Nun wirbt dieser Anbieter heftig damit, dass die ersten sechs Monate kein Grundpreis berechnet wird und dass das Zäpfchen nur 30 € kostet und dass die Mindestlaufzeit eben dieses halbe Jahr beträgt. Klingt nach einer Mischkalkulation, bei der man drauf hofft, dass viele Opfer es versäumen rechtzeitig (das heißt am Tage des Vertragsabschlusses) kündigen. Ja, was steht aber im Kleingedruckten: Mindestlaufzeit 24 Monate. Selbstverständlich moniere ich das un nun kommt eine gute Vorführung zum Thema Einwandsbehandlung: „Jaja, das sind die Verträge, wie haben keine anderen. Es gilt doch der Werbeflyer.“ Nun bin ich nicht der bürgerliche Einfaltpinsel und verlasse mit den Worten:„Netter Versuch!“ den kundenvollen Laden.

Fatalerweise hatte wieder einmal alle Hamburger die gleiche, famose Idee: raus an den Elbstrand. Der Strand ist mindestens so unbequem wieder der in La Playa auf La Gomera, dafür ist er aber auch gleich vor der Haustür und man muss nicht in Santa Cruz de Tenerife umsteigen.


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